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Die Frauen müssen sich aufmachen und die Göttin sehen, um es zu verstehen. Dann und nur dann werden sie mit Sicherheit wissen, dass jede Frau wertvoll ist.

Gotteskrieger, Stuart Wilde

Wie wir das verwirklichen können, zeigt dir dieses Buch.
Das Märchen "Dornröschen" dient als Grundlage, die süchtige und mehr oder weniger erfolglose Suche im Außen zu erkennen und zu beenden. Sieben Schlüssel helfen uns, zu lernen, uns durch unsere eigenen Dornenhecke hindurchzuschlagen und Dornröschen als stabile, gesunde weibliche Kraft in unserem Inneren zu erwecken, nämlich:

1. Wir erkennen, daß wir nichts gegen die süchtige Suche nach dem richtigen Mann, nichts gegen unsere Angst und Angewohnheit, uns wieder völlig aufzugeben, geschweige denn gegen unsere Abwehrmauer aus Zynismus und scheinbarer Vernunft unternehmen können.


2.
Wir brauchen eine Kraft, die dem inneren Prinzen erlaubt, sich die Dornenhecke zumindest anzuschauen, eine Kraft, die ihn trägt, die ihn durch all das, was er in der Dornenhecke erleben wird, hindurchführt.

3. Wir wenden uns der inneren Dornenhecke zu, erkennen ihr Wesen und beginnen, sie zu durchdringen.

4.
Wir erlauben dem Leben, uns durch die Dornenhecke hindurch zu führen, indem wir uns nicht mehr gegen unsere Erfahrungen wehren.

5.
Eros, Philia und Agape: Wir betreten das Schloß, den Raum unseres Herzens, und lernen die Kräfte kennen, die hier wirken – die emotionale (im Gegensatz zur spirituellen) Liebe.

6. Warum wir unser Herz vielleicht trotz unserer Sehnsucht nach Liebe verschlossen halten: Die Angst vor Enttäuschung und Zurückweisung

7. Wir geben uns voll und ganz dem erwachten inneren Dornröschen hin, wir feiern die innere, kosmische Hochzeit, wir dienen ihr und damit der Schöpfung – und sonst niemandem mehr.


Nachfolgend biete ich dir drei Meditationen an, die du in diesem Buch findest, hier schon mal eine kleine Auswahl der Fragen, die dich in den Übungen erwarten... du siehst, hier geht es wirklich zur Sache... Aber wird es nicht Zeit?

Die Fragen sind sehr persönlich und sicher brauchst du viel Zeit, sie zu beantworten. In diesem Schlüssel sind auch Familienaufstellungen und Einzeltherapien sehr hilfreich, es geht hier wirklich an die Wurzeln deines Schmerzes.

Auf welche Weise versuchst du, es Männern recht zu machen?  

Welche Kräfte hast du entwickelt, wie verleugnest du dich, wo zeigst du dich klüger, schöner, erotischer, vielleicht auch hilfloser, als du in Wahrheit bist?  

Welche magischen Künste wendest du an, wie wickelst du Männer um den Finger, ob erfolgreich oder nicht, was sind deine Tricks?  

Was tust du, wenn du Ablehnung oder Desinteresse spürst, strengst du dich dann erst recht an oder gehst du innerlich weiter? Und ist auch das vielleicht ein Trick, signalisiert du Gleichgültigkeit, um seine Aufmerksamkeit zu wecken oder lässt du wirklich los?  

Was hast du deiner Meinung nach falsch gemacht, wo bist du einfach nicht gut genug, wie hättest du sein müssen, damit dein Vater dich wahrnimmt, dir mehr Aufmerksamkeit schenkt, dich liebt? Und hattest du überhaupt eine Chance?
War das, was von dir verlangt wurde, egal, ob es nur in deiner Vorstellung oder tatsächlich stattgefunden hat, überhaupt im Rahmen deiner Möglichkeiten?

Auf welche Weise versucht das kleine Mädchen in dir noch heute, die starke Schulter oder die schützende Hand ihres Vaters zu erhalten? Funktioniert das? Und wie hoch ist der Preis dafür, wer oder was in dir bezahlt ihn?  

Versuchst du noch immer, wie das die Müllerstochter in „Rumpelstilzchen“ für ihren Vater tun muß, Stroh zu Gold zu spinnen, obwohl du es einfach nicht kannst?  

Es kann zum Beispiel sein, daß du sehr wohl weißt, wie du Männer dazu bringst, für dich da zu sein, dich zu bewundern oder dir zu Füßen zu liegen, indem du locker, cool und witzig bist. Der Preis ist vielleicht die warme, weichherzige Frau, die sich nicht zeigen darf, wie sie ist, die ihre Gefühle verbirgt und die eigene Verletzlichkeit mit einem leichten Spruch beiseite fegt.
Vielleicht zeigst du dich stark, vernünftig, als gute Kameradin, versteckst das ängstliche Kind in dir hinter freundschaftlichem und klugem Verhalten, bist für den Mann da, unterstützt ihn. Ganz sicher aber zeigst du dich niemals schwach und ängstlich, weil du weißt, daß er dann genervt das Zimmer, das Haus, dein Leben verläßt.

Vielleicht ziehst du dich sehr bewußt an, verbringst Stunden damit, schön, cool und sexy auszusehen, verkörperst die erfolgreiche und selbstsichere Traumfrau. Vielleicht aber drehst du dir das Haar auch in blonde Locken und wirbst für dich, indem du hilflos und süß bist.
Was immer du dir ausgedacht hast, welchen Typ Frau auch immer du bewußt verkörperst, in allen Fällen bist du wie eine Litfaßsäule, du läufst Reklame für dich selbst. Das bist alles nicht wirklich du. Es kann unglaublich Spaß machen, in eine Rolle hineinzuschlüpfen, mit deinen Möglichkeiten zu spielen, und bitte tu das.

Hier aber geht es um das, was du glaubst, sein zu müssen, damit du geliebt wirst, hier herrscht weder Freiheit noch Leichtigkeit, sondern Angst.   Sie aufzuschreiben, die Karten auf den Tisch zu legen, kann sehr, sehr befreiend sein. In ein paar Wochen wirst du, gerade weil du dir deine Strategien anschaust, all das nicht mehr anwenden müssen, das verspreche ich dir. Dann wirst du auf völlig neue, ungeahnte Weise mit dir selbst in Kontakt sein, Lebensfreude und echte Lebendigkeit spüren und einfach du selbst sein können. Und das zieht den Mann an, der dich wirklich liebt, so, wie du bist, nicht so, wie du sein solltest. ..