Susanne Hühn

Körper und Seele in Harmonie vereinen

Den inneren Kampf beenden

Buch und CD: Endlich gut genug

…um aus einem ungesunden Kampf auszusteigen, um Frieden zu erlangen, um mehr Energie zur Verfügung zu haben

 Schließe deine Augen und stell dir bitte eine echte Kampfarena vor, einen Boxring vielleicht. Betritt diesen Ring und schau, wer in der gegenüberliegenden Ecke steht. Vielleicht ist dir bereits bewusst, dass du mit diesem Menschen in einen Kampf verstrickt bist, vielleicht auch nicht. Vielleicht kämpfst du gegen dich selbst, gegen das Leben – oder es ist gar keiner da und du stehst ein bisschen verloren herum? Beobachte einen Moment, wie du den Kampf führst, welche Waffen du nutzt. Schau bitte auch, wer in dir diesen Kampf führt, ist es das Kind, ist es die verletzte Frau, die beschämte Tochter, der Sohn, der endlich die Achtung bekommen will, die ihm zusteht? Wer kämpft? Und ist es überhaupt dein Kampf oder stehst du für jemand anders im Ring? Sollten in Wahrheit vielleicht deine Mutter dein Vater, dein Bruder diesem Kampf führen? Was ist die Trophäe, woran würdest du erkennen, dass du gewonnen hast, worum geht es in diesem Kampf wirklich?

Und dann schau, ob du bereit bist, auf diese Trophäe zu verzichten. Schau, ob du bereit bist, einfach, weil du erkennst, hier ist nicht, was du brauchst, dich vor dem anderen zu verneigen, und ihm uneingeschränkt den Sieg zuzugestehen. Wenn du weiterkämpfen willst, läufst du in Gefahr, das nur noch um deines Egos Willen zu tun, denn du weißt nun, du kannst hier nicht gewinnen. Das, was du vom anderen willst, kann er dir nur schenken, es ist kein Preis, den du gewinnen kannst, egal, was du auch tust. So bitte, verneige dich vor dem anderen und sag ihm:

 „Ich erkenne deinen Sieg an, ich gebe mich geschlagen, ich beende nun diesem Kampf um deine Liebe, Achtung, Aufmerksamkeit (oder was auch immer).“

 Das ist ein Schlag für das Ego, aber eine immense Befreiung für dich selbst. Wenn der andere etwas von dir will, das du ihm nicht geben wolltest, und ihr deshalb kämpft – weißt du was? Gib es ihm. Beende den Kampf und gib es ihm einfach – und schau, was dann passiert.

Wenn es nicht zu ihm gehört, wird es automatisch zu dir zurückströmen, es kommt gar nicht beim anderen an, selbst wenn er es noch so haben will. Vielleicht erkennt der andere genau dadurch, dass du ihm gibst, was er sich erhofft, dass es gar nicht das ist, was er wirklich will. 

Und wenn das, was du ihm nun gibst,  in Wahrheit wirklich zu ihm gehört, wird es sowieso Zeit, dass du es loslässt.

 Verlasse nun bitte den Ring, egal, in welcher Runde ihr euch befindet, gib den Wunsch, das dringende Bedürfnis, zu gewinnen, auf, erlaube dir, die Leere zu spüren und lass die Fäuste sinken. Zieh die Rüstung aus. Du bemerkst eine Tür oder ein Tor, die ins Freie führen und verlasse den Ring, ihr habt jeden Kampf miteinander erlebt, es gibt nichts mehr zu lernen.

 Tritt durch dieses Tor hindurch und nimm wahr, wie du in ein Energiefeld aus Licht, Liebe und Freiheit eintrittst, ein weiter, lichter Raum, vielleicht auch eine Naturlandschaft. Du fühlst dich leicht und frei und jetzt strömt genau die Energie, um die du so lange schon gekämpft hast, einfach so in dein Herz. Einfach so bekommst du genau das, was du brauchst, es steht dir zur Verfügung, weil du darum gebeten hast und es dir dient. Das, was du brauchst und was dir dient, fließt aus dem Licht der Liebe und Gnade  in dich ein, du brauchst nicht darum zu kämpfen. Bleib in diesem inneren Raum des Friedens und schau von da aus auf dein Leben.

Komm dann in aller Ruhe zurück in den Raum, in dem du dich befindest und nutze diese Meditation, um nach und nach all deine Kämpfe zu beenden.