Susanne Hühn

Körper und Seele in Harmonie vereinen

Das innere Paradieskind

Kinder

zur live-meditation deutsch

The inner Paradise Child english

Vor ein paar Tagen las ich morgens ein Buch und während ich las, spürte ich auf einmal eine sehr weiche, engelhafte Energie. Es waren aber keine Engel, das spürte ich schon. Ich wollte in eine Meditation gehen, doch ich hörte: Wir brauchen noch einen Moment, wir sind noch nicht irdisch genug, als dass wir schon ein Wort, ein inneres Bild formen könnten. Ein paar Minuten später kam auf einmal eine Art Befehl: „Augen zu, höre.“ Ich spürte eine Energie, die sich anfühlte wie sehr, sehr reine, unverfälschte, unverletzte kindliche Kraft. Ich kenne mein inneres Kind, das nicht inkarniert ist, es ist sehr, sehr feinstofflich, sehr zart, sehr fantasievoll. Und diese Energie war auf einmal da. Es kam eine Welle von Kraft und ich hörte:

„Wir sind die nächste Welle des inneren Kindes. Wir sind nicht verletzt, wir waren noch nie inkarniert.“

Meine Hauptarbeit ist immer, das innere Kind in einer inneren Reise in den Zaubergarten zu bringen, ich arbeite sehr viel an der Heilung des inneren Kindes und auf einmal höre ich: „Ja, das war alles gut, ihr habt dadurch gelernt, wie verletzlich ihr seid, ihr habt ein Bewusstsein bekommen, wie wichtig es ist, gut für euch zu sorgen, habt Selbstmitgefühl erlernt. Und doch, so geheilt dieses innere Kind auch sein mag, es trägt immer noch die Erinnerung an Schmerz in sich. Das innere Kind ist verletzt worden und weiß deshalb, wie sich Verletzungen anfühlen und so sehr du es auch heilst und schützt, es agiert immer noch aus der Schmerzvermeidung heraus. Letztlich produzierst du doch immer wieder Schmerz. Doch es gibt eine neue Möglichkeit für euch.“

Ich fragte: „Wie heißt du, wie kann ich euch weiter geben?“ Ich hörte: „Wir sind die Regenbogenkinder.“ Ich dachte: „Nun, was ist sonst neu, das hab ich schon gehört. Das glaub ich nicht, dass ihn ganz neu auf die Erde kommt…“ Doch dann hörte ich auf einmal: „Dann nenne uns das innere Paradieskind. Wir haben das Paradies nie verlassen. Wir wissen, wie sich das Paradies anfühlt und wir sind nie daraus vertrieben worden. Das verletzte innere Kind aber schon. Und so sehr du es beschützt, es hält diese Erinnerung an die Vertreibung in sich aufrecht und versucht alles, um eine erneute Vertreibung zu vermeiden.

Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen „geheilt“ und „unverletzt“. Dieses innere Kind will jetzt kommen und euch das Paradies bringen. Es bringt das Paradies mit, denn es ist nie daraus vertrieben worden.“

Ich hörte: „Damit wir kommen können, darf das verletzte, wenn auch geheilte, innere Kind nach Hause gehen.“

Ich arbeite häufig damit, dass Seelenanteile nach Hause gehen, aber das hier fühlte sich viel größer an.

„Die Krafttiere, die das innere Kind abholen, sind die Einhörner. Und weil die Einhörner in den letzten Jahren so präsent wurden, jetzt so angenommen werden, dadurch ist der Weg für uns, die Paradieskinder, frei geworden.“

Ich war sehr berührt und auf einmal sah ich die kleine Sanne, mit der ich sehr innig verbunden bin, die ich sehr liebe, die ich beschütze, ich sah, dass diese kleine Susanne jetzt meinen Körper verlassen soll, um nach Hause zurückzukehren. Das wollte sie nicht und ich auch nicht, doch das Einhorn kam. Sie streckte dem Einhorn die kleinen Ärmchen entgegen und dann zog dieses Einhorn die kleine Susanne aus mir heraus. Ich hatte richtig Abschiedsschmerz. Ich habe aber verstanden, dass diese kleine Susanne durch ihren tiefen Schmerz letzten Endes immer wieder in meinem Leben Schmerz produziert, egal, wie sehr ich sie behüte. Das Einhorn zog also dieses innere Kind aus mir heraus und dann strömte das innere Paradieskind, dieser unverletzte Aspekt in mich hinein. Mir ging es einen halben Tag ziemlich schlecht: das war Trauer, Abschiedsschmerz von diesem inneren Kind, das ich so lange gehütet hatte.

Jetzt ist das innere Paradieskind in mir, Was verändert das? Das fühlt sich in mir weich an, frei, klarer und neu. Ich kann das noch nicht genau beschreiben, es fühlt sich wirklich so neu an, dass Worte für noch gar nicht gefunden sind, ich fühle es noch nicht komplett. Ich kann aber sagen, es geschehen gerade Wunder, die Dinge werden so leicht, als würde tatsächlich jemand in mir aufhören, Schmerz zu verursachen.

Doch eines ist wichtig.

Du kannst mit dieser Meditation nicht einfach dein verletztes inneres Kind loswerden, du kannst es nicht wegschicken.

Im Gegenteil, du brauchst erst eine wahrhaft liebende, schützende Beziehung zu deinem inneren Kind. Erst wenn du gelernt hast, dein inneres Kind anzunehmen, es mit all dem, was es durchgemacht hat und auch mit dem, was du gar nicht haben willst, in den Arm zu nehmen, zu hüten, ihm zuzuhören – wenn du also das, was durch all diese Verletzungen in dir entwickelt werden sollte, nämlich tiefes Mitgefühl für dich und radikale Selbstverantwortung, gelernt hast und anwendest, dann erst kommt die nächste Welle. Dein Abschiedschmerz für dein inneres Kind ist das Zeichen, dass du bereit bist. Bist du froh, das innere Kind loszuwerden, dann kommt das Paradieskind nicht. Denn es braucht mehr denn je deine Fähigkeit zum Selbstmitgefühl und zur Selbstverantwortung. Es braucht erst recht deinen Schutz, damit es auch unverletzt bleibt.

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