Susanne Hühn

Körper und Seele in Harmonie vereinen

Make Love, not War

Ein schamanisches Hochzeitsritual

(das wir euch auch gern live anbieten!)

 Ihr könnt dieses Ritual für eure eigenen inneren männlichen und weiblichen Anteile, aber auch als Paar durchführen.

 Zunächst reinigt ihr eure Kräfte. Das Männliche hütet das Feuer, die Willens- und Tatkraft, das Weibliche hütet den Hochzeitskorb, die innere Schale, in der sie das Leben nährt und ermöglicht.

Reinigung für die männliche Energie:

Als Mann finde deinen Kraftstab, zum Beispiel einen Ast oder dünnen Baumstamm aus dem Wald (oder aus deinem Garten!), der größer ist als du selbst. (Der Stab symbolisiert das Feuer, denn das Holz bietet ihm die Nahrung –  das Symbol des Stabes findest du zB auch im Tarot).

Frag ihn, ob er sich dir zur Verfügung stellt und bitte auch den Baumgeist, dir einen Hinweis zu geben, ob du diesen Baumteil nutzen darfst. Denn selbst wenn er bereits umgestürzt ist, so dient er anderen Lebewesen möglicherweise als Lebensraum und Nahrungsquelle. Schneide ihn dir zurecht und nimm das Leben, das der Baum oder der Ast zur Verfügung gestellt haben, in dich auf – bedanke dich dafür, dass dieser Ast oder Baum sein Wachstum und seine Reifung zu deiner Verfügung gestellt haben. Nimm die Kraft an und versprich dem Baum, dass du sie nutzt, um dein inneres Feuer zu nähren und zu halten.

Damit hast du die Lebenskraft transformiert und dir zu eigen gemacht, du hast „Baummedizin“ genommen. Rufe alle Seelenaspekte, die zu dir gehören, die du bislang nicht in dir halten konntest, weil der Feuerstab nicht stabil genug oder gar nicht vorhanden war, indem du deine Seele darum bittest, dir von nun an alle Kraft zur Verfügung zu stellen, die zu dir gehört. Falls du erkennst, du kannst das nicht allein, dann brauchst du vielleicht schamanische Hilfe oder eine Rückführung – such dir Unterstützung, damit wirklich alles, was zu dir gehört, auch stabil in dich einfließt und bei dir bleiben kann.

Setz dich nun in aller Stille hin und spüre in dich mit folgenden Fragen:

Wie nährst du dein Feuer? Wie kannst du als Mann dafür sorgen, nicht die Asche, sondern deine Feuerkraft weiter zu geben – nicht nur der Frau, sondern allem, was du tust? Wie kannst du den Mut finden, dein Feuer wieder zu entfachen, weißt du doch, dass es dich und andere (wieder) verbrennen kann, wenn du es nicht hütest?

Es kann sehr hilfreich sein, folgenden Satz zu nutzen:

Wenn ich ja sage zu meiner Feuerkraft…

Was geschieht dann? Was befürchtest du, aber besonders – was ist dann anders? Nimm dir Zeit, beginne immer wieder diesen Satz und schreib auf oder erlebe, was dadurch in dir geschieht. Nach und nach kommst du in deine Kraft, einfach, indem du Ja dazu sagst. Erinnere dich bitte, das ist deine natürliche Schöpferkraft, du brauchst sie nicht erst zu entwickeln, sie gehört dir. Du darfst sie wieder an dich nehmen. Sie gehört sowieso zu dir. Verstehst du jetzt, warum dein innerer kleiner Junge hier nichts zu suchen hat? Er hätte Angst, deine Mutter zu verletzen, deine Frau, Angst vor Strafe oder vor erneuter – ich sags mal so krass – Kastration.

Wenn ich ja sage zu meiner Feuerkraft

… dann kribbeln meine Hände

… dann atme ich tiefer

… dann spüre ich den Boden unter meinen Füßen

… dann werde ich wütend

… dann bekomme ich Angst, aber ich spüre auch Freude…

Was ist deine Wahrheit, was geschieht? Forsche nicht allzu intensiv nach besonderen Gefühlen, sonst bist du womöglich zu sehr in deiner Kontrolle, sondern lass geschehen, was geschehen will. ETWAS geschieht immer – und sei es, dass du erstarrst. Lass dich erleben, was erlebt werden will, wenn du ja sagst zu deinem Feuer, denn das ist der Weg zu dir selbst zurück. Wenn es dir gut tut, einen Zeugen zu haben, dann bitte jemanden, dein Zeuge zu sein – aber nur das. Du brauchst weder Kommentare noch Ratschläge, sondern Raum, dich selbst zu erleben. Auf welche Weise hast du bisher die Asche verteilt, anstatt dein Feuer zu entfachen und weiter zu geben? Was IST eigentlich die Asche für dich? Was ist die Erinnerung ans Feuer, auf welche Weise erlebst du dich, wenn du eben nicht in deiner Feuerkraft stehst? Wer raubt dein Feuer, wen nährst du damit? Vielleicht muss dein Feuer deine gesamte männliche Ahnenreihe versorgen, weil deren Feuer im Krieg zu kalter Asche erstarrt ist.

Wie äußert es sich für dich, woran erkennst du, dass du dich im kleinen Jungen oder im Vater, im Retter oder im Helden, vielleicht auch in einer Vorstellung von Mannsein verfangen hast, statt dein eigenes, ureigenes, einzigartiges Mannsein zu leben?

Halte dich selbst mit diesen Fragen, lass dich nicht im Stich, sondern bleib bei dir und fühle. Vielleicht hast du dein Feuer bei dir, aber du nährst all deine männlichen Ahnen damit, vielleicht stellst du es deiner Mutter zur Verfügung, weil dein Vater seines verloren hat – jeder, der im Krieg war, also zumindest unsere Großeltern, bringt einen riesigen Sack voller Asche mit nach Hause und erstickt das Feuer des Lebens im weiträumigen Umkreis.

Der kalte Aschehauch der nicht gehüteten, dunklen Drachen, dem Krafttier des Krieges, vernichtet nachhaltig das Leben, wo immer er auftaucht und weiter gegeben wird – so schau nach dem dunklen Drachen in deiner Ahnenreihe und erlöse ihn. Schick ihn ins Licht, verneige dich vor ihm und bitte ihn um Vergebung dafür, dass wir die Drachenkraft missbraucht haben, seine immense Heilkraft ignorieren und seine Feuerkraft in den Dienst des Egos, der Angst und des Größenwahns stellen, anstatt in den Dienst des Lebens und der Liebe.

Stelle dich dann mit dem Stab vor das Weibliche und sag ihm:

„Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich dir mein Feuer nicht gegeben habe, dass ich dir meine Asche weiterreichte oder gar nichts. Ich stehe dir nun ganz und gar mit meinem Feuer zur Verfügung.“

(Wichtig, ihr lieben Männer: Das ist nicht euer ganzes Feuer, sondern nur ein Teil davon, eben jener Teil, der in der Liebesbeziehung gebraucht wird! Wir wollen euch nicht das Feuer rauben, sondern daran teilhaben. Du gibst ein Teil des Feuers weiter, du weißt, Feuer ist unbegrenzt, je mehr Nahrung du ihm gibst, desto mehr steht dir zur Verfügung. Du brauchst dein Feuer für alles, was du tust – wir bitten dich nur um jenen Anteil, der zusammen mit unserer weiblichen Kraft etwas Neues erschaffen kann.)

Reinigung für die weibliche Energie:

Nimm dir eine Schale, die dir wirklich gefällt, gut in deinen Händen liegt und die für dich richtige Größe hat. Es kann sein, dass das Finden dieser Schale bereits eine Suchreise und ein Prozess ist, lass dir Zeit dafür, sei aber nicht perfektionistisch. Wenn du dir Mühe machen und Energie investieren möchtest, dann flechte einen Korb, forme dir aus Ton eine Schale, baue deinen Hochzeitskorb selbst. Nimm sie in deine Hände und spüre, wie es sich anfühlt, überhaupt diese Schale zu halten. Vielleicht hältst du zum ersten Mal ein Gefäß für deine weibliche Energie, vielleicht war sie vorher zerbrochen oder ist dir abhanden gekommen. Lass dich berühren und hüte die Schale. Ruf alle Seelenaspekte, die du verloren hast, weil deine weibliche Schale nicht vorhanden war, zu dir zurück. Schließe dir Augen und bitte alles, was zu deiner weiblichen Kraft gehört, zu dir, bitte deine Kraft, in dich einzufließen und versprich dir von nun an, dafür zu sorgen, dass deine weibliche Kraft rein, klar und machtvoll bleibt.

Schau nach innen, wie sieht diese Schale aus? Es kann sein, dass sie verschmutzt ist, dass Steine in ihr liegen oder dass sie voller Asche ist. Dann führe ein Reinigungsritual durch:

Fülle die Schale tatsächlich mit Steinen oder mit Asche. Nun stelle dich mit der verschmutzen Schale in deiner Vorstellung vor das erlöste Männliche und tu, was du willst. Vielleicht willst du ihm die Steine und die Asche einfach vor die Füße kippen. Sag ihm „Ich erlaube nie wieder, dass du meine Schale verschmutzt, ich stehe nicht mehr zur Verfügung. Ich bitte dich um dein reines Feuer.“

Reinige die Schale bewusst und rituell, nimm die Steine heraus und die Asche, reinige die Schale still mit Wasser und poliere sie. Lass das Licht der Sonne oder des Mondes in sie einfallen, schmücke sie mit Blumen oder tu, was dir gut tut und was dich nährt. Diese Schale hält deine weibliche Energie, sie ist das Gefäß, in dem du deine weibliche Kraft bündelst und sammelst. Fehlt sie, verpufft deine Energie immer wieder, deine und auch die des Mannes, der dir sein Feuer schenkt.

Hast du das Gefühl, es könnte stimmig sein, dann stelle dich mit gereinigter und geschmückter Schale vor das Männliche und sag ihm folgendes:

„Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich meine Schale nicht zur Verfügung gestellt und dein Feuer nicht genährt und gehütet habe – ich wusste nicht, dass ich überhaupt eine Schale habe. Jetzt stelle ich sie dir sehr gern und mit Liebe zu Verfügung.“

Du spürst, während du sie hältst, dass du von nun an nicht mehr erlauben wirst, dass sie verschmutzt oder missachtet wird, richtig?

Nimm die Schale in beide Hände und spüre, was das für dich bedeutet, welche Energien sich nun in dir zeigen wollen.

„Wenn ich „Ja“ sage zu meiner Schoßkraft…

Was geschieht dann? Dann spürst du womöglich die Sehnsucht nach Leben, nach einem Kind, nach Fülle und Lebendigkeit… Vielleicht spürst du auch Angst vor deiner weiblichen Energie, vor all dem, was in dir womöglich verletzt worden ist – in dir und im Kollektiv der Frauen, seien es deine Ahninnen, seien es deine eigenen Inkarnationen.

Vielleicht erkennst du, wie zerbrochen die Schale in dir war, vielleicht fehlte sie ganz, vielleicht ist sie randvoll mit der Asche der Männer, die nicht in ihrer Kraft standen und die du dennoch in dir aufgenommen hast.

Sicher beginnst du die Trauer darüber zu spüren, wie sehr dir deine Weiblichkeit verloren gegangen ist. Lass dich von dir selbst berühren und bitte einen Zeugen hinzu, wenn es dir gut tut. Es kann wirklich äußerst heilsam sein, einen Zeugen zu haben, der hinschaut, deinen Schmerz anerkennt und dich damit sein lässt, voller Mitgefühl.

Lass dich tiefer sinken mit dem, was in dich einfließen möchte, wenn du deine Schale wieder zu deiner Verfügung hast, nimm dir Zeit, sie in dich aufzunehmen.

Vergebung der männlichen und weiblichen Verletzungen

Wenn ihr beide eure Schale bzw. euren Stab angenommen habt, dann findet einen festen Platz voreinander und schaut euch an. Schaut euch im Vollbesitz eurer männlichen und weiblichen Energie an. Wer nun beginnen möchte, beginnt.

Das Ritual des Mannes:

Verneige dich bitte vor dem Weiblichen und sprich für dich und stellvertretend für die männliche Energie folgendes: (Lies es ab oder sage es in eigenen Worten)

„Ich bitte das Weibliche um Vergebung für all den Missbrauch, den dir das Männliche zugefügt hat. Ich bitte dich um Vergebung für all das Unbewusste, dafür, dass ich dich nicht geschützt und mit meinem Feuer genährt, sondern missachtet und vernichtet habe. Ich bitte dich um Vergebung für jeden Missbruch und jede Missachtung deiner einzigartigen weiblichen Kraft. Ich sehe deinen Schmerz, ich achte deinen Weg und ich verneige mich zutiefst vor deiner Energie. Und ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich dir nicht das Feuer, sondern eine Illusion weitergereicht habe – eine Vorstellung von Feuer, eine Spiegelung. Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich dich nicht geschützt, sondern verletzt habe.

Ich habe mich selbst damit noch mehr verletzt als dich und ich nehme die Verantwortung dafür auf mich.

Ich bitte dich, stelle mir deine weibliche, geheilte Kraft zur Verfügung, damit ich mein Feuer in deine Schale geben kann – damit neues Leben entsteht. Ich liebe dich.“

Sprich das bitte aus, verneige dich und schau, was es in dir berührt. Falls es in dir Widerspruch gibt, Rechtfertigungen, dann schau bitte noch einmal genauer hin. Du verneigst dich für das Kollektiv vor dem Kollektiv, es geht nicht nur um dich selbst. Probiere es bitte aus,  lass dich selbst davon berühren und spüre auch die Verantwortung, die das Männliche trägt. Gibt es zwischen euch beiden ein persönliches, schmerzliches und wichtiges Thema, für das du um Vergebung bitten möchtest, dann nutze jetzt den Raum. Vielleicht möchtest du deine Partnerin fragen, ob ein bestimmter Schmerz gesehen werden will – egal, ob du selbst verantwortlich bist oder nicht, nutze die Möglichkeit, das Weibliche um Vergebung für das zu bitten, was das Männliche ihm zugefügt hat.

Nehmt euch Zeit, wirklich zu fühlen, was geschieht und euch berühren zu lassen.

Das Ritual der Frau:

Stellt euch einander gegenüber, der Mann nimmt den Stab, die Frau hält ihre Schale – schaut euch an.

Nun verneige dich bitte vor dem Männlichen und sag ihm:

„Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich dich abgewertet habe, dass ich dein Feuer nicht annehme und hüte. Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich dir nicht erlaube, in deiner eigenen Kraft zu stehen, sondern dass ich dich manipulieren möchte. Ich bitte dich um Vergebung, dass ich dich benutze, um mich selbst zu spüren, statt dein Feuer anzunehmen, um das Leben zu nähren. Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass Mütter ihre Kinder schon im Mutterleid kastrieren und dem Männlichen keinen Raum geben, sich zu entfalten. Ich bitte dich um Vergebung dafür, dass ich dich nicht genährt habe, dass du in meinen Armen verhungert bist und dein Feuer erlosch. Ich bitte dich besonders um Vergebung dafür, dass ich selbst dafür gesorgt habe, dass dein Feuer verlischt, ich habe es ausgetreten, weil ich es nicht nehmen wollte.

Ich habe mich selbst damit noch mehr verletzt als dich und ich bitte dich, nimm meine Schale an und gib mir dein Feuer, damit ich es hüten und im Dienst am Leben nähren kann. Ich verneige mich vor deinem männlichen Weg voller Hochachtung und Respekt, und ich liebe dich.“

Selbstverständlich seid ihr frei, eure eigenen Worte zu finden. Gibt es etwas, für das du dir Vergebung vom Männlichen wünschst? Dann sprich es aus und bitte das Männliche um Vergebung. Frag ihn, ob es einen Schmerz gibt, der noch nicht gesehen wurde und verneige dich vor ihm und seinem Schmerz, egal, ob du dafür verantwortlich bist oder nicht. Nutze den Raum, um ihn ganz persönlich um Vergebung für das zu bitten, was du ihm womöglich angetan hast. Wenn ihr bereit seid, dann verneigt euch voreinander und sprecht nacheinander den Satz:

„Ich vergebe dir allen Schmerz, den ich durch dich erlebt habe und bin bereit, von nun an gemeinsam mit dir Leben und Liebe zu erschaffen und zu ermöglichen.“

Nimm nun als Mann ein Teelicht oder eine standfeste Kerze, verneige dich vor dem Weiblichen und biete sie ihr an. Halte als Frau deine Schale in den Händen, stelle sie dem Mann zur Verfügung (du behältst sie aber fest bei dir!), lass ihn die Kerze, das Feuer, hineinstellen. Halte die Schale, in der nun die Kerze brennt und lasst euch davon berühren. Sag ihm:

„Ich hüte dein Feuer mit Liebe, damit neues Leben entstehen kann.“

Als Mann spürst du jetzt vielleicht dein Bedürfnis, sie zu schützen – den genau hier wird deine Schutzkraft gebraucht, genau hier dient sie dem Leben und hier liegt vielleicht deine tiefste Sehnsucht.

Sag ihr:

„Ich schütze dich, damit du das Feuer halten und nähren kannst. Ich ziehe meinen Schutzkreis um dich und um alles, was durch uns ins Leben gerufen wird und kommen will.“

Öffne schützend die Hände und spüre, wie sich das anfühlt, ob es dir Kraft gibt oder nicht. Du schützt das Weibliche, damit sie das Feuer hüten und nähren kann, verstehst du? So schützt und hütet ihr euch gegenseitig, im Dienst am Leben. Ihr hütet eure gemeinsame Schöpferkraft.

Findet einen Platz und erschafft euch einen Altar – stelle die Schale mit der darin brennenden Kerze auf und achtet darauf, dass dieser Ort rein und voller Kraft bleibt. Ihr habt einen physischen Kraftplatz erschaffen, ein Symbol für eure gemeinsame Schöpferenergie.

Ganz deutlich spürt ihr nun auch, ob das Feuer und die Schale überhaupt zusammenpassen und ob ihr euch eure Energie tatsächlich zur Verfügung stellen wollt – führe das Ritual für dich allein durch, wenn du ausprobieren willst, ob ein bestimmter Partner energetisch zu dir gehört! Vielleicht irrst du dich, dann kannst du aber leicht loslassen – denn dann war eure gemeinsame Schöpferkraft eine Illusion… Schau BITTE auch, ob dein Feuer vielleicht noch in einer anderen Schale brennt, dann hole es zu dir zurück – das kann durchaus noch mal Abschiedsschmerz hervorrufen. Erkenne, ob deine Schale frei ist oder ob du noch das Feuer einer vergangenen Liebe hütest – vielleicht hütest du nur noch den Traum vom Feuer, die Asche… aber deine weibliche Schale, dein Hochzeitskorb, ist keine Urne!!

Und hier noch einmal ohne Reinigung in Kurzform:

Als Frau sagst du:

„Ich stelle dir voller Freude meine Schale (oder meinen Hochzeitskorb) zur Verfügung und ich bitte dich um dein Feuer. Ich verspreche dir, es zu hüten und zu nähren, es zu halten und Leben zu ermöglichen.“

Als Mann sagst du:

„Ich bitte dich voller Hochachtung darum, mir deine Schale, deinen Hochzeitskorb zur Verfügung zu stellen und ich schenke dir gern mein Feuer. Ich verspreche, dir mein Feuer weiterzugeben, nicht die Asche, die nur eine kalte Erinnerung an das Feuer ist.“

Seid gesegnet!

Mehr dazu:978-3-8434-1015-1